Ängste – Angststörung

Wenn Angst das Leben kleiner werden lässt

Angst gehört zum Leben. Sie ist eine natürliche Reaktion unseres Körpers und unserer Psyche auf eine wahrgenommene Gefahr. Sie kann uns schützen, aufmerksam machen und dabei helfen, in schwierigen Situationen schnell zu reagieren.

Manchmal wird Angst selbst zur Belastung.

Vielleicht kennen Sie das Gefühl, ständig angespannt zu sein, sich viele Sorgen zu machen oder Situationen zu vermeiden, die früher selbstverständlich waren. Vielleicht kommt die Angst plötzlich und scheinbar ohne erkennbaren Grund. Herzklopfen, Schwindel, Enge in der Brust, Atemnot, Zittern oder ein Gefühl von Kontrollverlust können dabei so intensiv werden, dass die Angst vor der nächsten Angst entsteht.

Auch Ängste vor Menschen, bestimmten Situationen, Krankheiten, dem Alleinsein, Kontrollverlust, Versagen oder Veränderungen können das Leben zunehmend einschränken.

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Angst muss nicht bestimmen, wie groß Ihr Leben sein darf.

In meiner Praxis für ganzheitliche Psychotherapie, Körpertherapie und Stressbewältigung geht es darum, Ängste nicht einfach „wegzumachen“. Vielmehr möchte ich gemeinsam mit Ihnen verstehen, woher Ihre Angst kommt, was sie aufrechterhält und was Sie brauchen, um wieder mehr Sicherheit, Vertrauen und Handlungsspielraum zu entwickeln.

Dabei verbinde ich – je nach persönlicher Situation – Elemente aus Schematherapie, Traumatherapie, Verhaltenstherapie und systemischer Therapie mit einem körperorientierten und ganzheitlichen Blick.

Einige Fragen zu Ängsten

Angst ist zunächst nichts Krankes.

Unser Nervensystem verfügt über ein hochsensibles Warnsystem, das mögliche Gefahren erkennt und den Körper auf Schutz und Handlung vorbereitet. Herzschlag und Atmung verändern sich, die Muskulatur spannt sich an, die Aufmerksamkeit wird fokussierter.

Diese Reaktion kann lebensrettend sein.

Problematisch wird Angst dann, wenn das Warnsystem zu häufig, zu stark oder scheinbar unabhängig von einer tatsächlichen Gefahr aktiviert wird und dadurch das alltägliche Leben zunehmend bestimmt.

Dann kann sich beispielsweise ein Kreislauf entwickeln:

Angst → körperliche Symptome → bedrohliche Bewertung → noch mehr Angst → Vermeidung → kurzfristige Erleichterung → langfristig stärkere Angst.

Vermeidung ist dabei verständlich. Wenn wir etwas vermeiden, das uns Angst macht, fühlen wir uns zunächst besser. Unser Gehirn lernt jedoch gleichzeitig: „Gut, dass ich das vermieden habe – es war tatsächlich gefährlich.“

So kann sich der Lebensraum immer weiter verkleinern.

Die S3-Leitlinie zu Angststörungen unterscheidet unter anderem Panikstörung und Agoraphobie, generalisierte Angststörung, soziale Phobie und spezifische Phobien.

Angst ist nicht nur ein Gedanke. Sie kann den ganzen Menschen betreffen.

Körperliche Symptome

  • Herzrasen oder Herzklopfen
  • Druck oder Enge im Brustbereich
  • flache oder beschleunigte Atmung
  • Schwindel oder Benommenheit
  • Zittern
  • Schwitzen
  • Muskelverspannungen
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Kribbeln oder Taubheitsgefühle
  • innere Unruhe
  • Erschöpfung und Schlafprobleme

Gerade körperliche Angstsymptome können sehr beängstigend sein. Manche Menschen entwickeln dadurch zusätzlich Angst vor den eigenen Körperreaktionen – beispielsweise die Sorge, einen Herzinfarkt zu bekommen, ohnmächtig zu werden oder die Kontrolle zu verlieren.

Gedanken und Gefühle

Angst kann sich beispielsweise in Gedanken ausdrücken wie:

„Was, wenn etwas Schlimmes passiert?“
„Ich schaffe das nicht.“
„Andere werden merken, dass ich unsicher bin.“
„Ich darf keinen Fehler machen.“
„Ich muss alles unter Kontrolle haben.“
„Ich kann niemandem wirklich vertrauen.“

Auch ständiges Grübeln, Sorgen und gedankliches Durchspielen möglicher Gefahren können Ausdruck eines überaktiven inneren Warnsystems sein.

Verhalten

Aus Angst entstehen häufig Schutz- und Vermeidungsstrategien:

  • bestimmte Orte oder Situationen meiden
  • öffentliche Verkehrsmittel vermeiden
  • nicht allein sein wollen
  • Gespräche oder soziale Situationen vermeiden
  • ständig Rückversicherung bei anderen suchen
  • den eigenen Körper permanent kontrollieren
  • Symptome im Internet recherchieren
  • nur noch unter bestimmten Bedingungen etwas unternehmen
  • besonders viel planen und kontrollieren
  • Konflikte vermeiden
  • eigene Bedürfnisse zurückstellen

Diese Strategien sind meist nicht „falsch“. Sie haben häufig irgendwann geholfen, mit Angst oder Unsicherheit zurechtzukommen.

In der Therapie geht es deshalb nicht darum, diese Strategien zu verurteilen, sondern zu verstehen, welche Funktion sie haben und ob sie heute noch hilfreich sind.

Angst hat selten nur eine einzige Ursache.

Oft ist sie das Ergebnis eines Zusammenspiels verschiedener Faktoren: persönliche Veranlagung, aktuelle Belastungen, Lernerfahrungen, Beziehungen, Stress, frühere Erfahrungen und die Art und Weise, wie wir uns selbst und unsere Umwelt wahrnehmen. Auch belastende Lebensereignisse können eine Rolle spielen.

Manchmal lässt sich der Beginn einer Angst relativ klar erkennen.

Zum Beispiel:

  • nach einer Panikattacke
  • nach einem Unfall
  • nach einer Trennung
  • nach einer schweren Erkrankung
  • nach einer belastenden Beziehung
  • nach Mobbing oder Ausgrenzung
  • nach einer traumatischen Erfahrung
  • in einer besonders stressreichen Lebensphase

Manchmal entsteht die Angst aber auch schleichend.

Dann fragen sich Betroffene häufig:

„Warum bin ich plötzlich so ängstlich? Eigentlich ist doch alles in Ordnung.“

Auch in diesem Fall kann es sinnvoll sein, genauer hinzuschauen.

Denn nicht jede Angst entsteht durch ein einzelnes Ereignis. Manchmal haben sich über viele Jahre innere Überzeugungen, Beziehungsmuster und Strategien entwickelt, die das Nervensystem dauerhaft auf Wachsamkeit halten.

Angst als Schutzsystem

Ein wichtiger Perspektivwechsel kann sein:

Ihre Angst ist nicht Ihr Feind. Sie versucht möglicherweise, Sie vor etwas zu schützen.
Vielleicht vor:

• Ablehnung• Kritik• Versagen
• Kontrollverlust• Verletzlichkeit• Nähe
• Verlassenwerden• Konflikten• Überforderung
• Hilflosigkeit• körperlichen Empfindungen• alten Erfahrungen, die sich heute noch bedrohlich anfühlen

Wenn wir beginnen, die Angst nicht nur bekämpfen, sondern verstehen zu wollen, entsteht häufig ein neuer Zugang zu uns selbst. Die entscheidende Frage ist dann nicht nur:

„Wie bekomme ich meine Angst weg?“ sondern auch: „Wovor möchte meine Angst mich eigentlich schützen?“

Angst und Stress – wenn das Nervensystem nicht mehr zur Ruhe kommt

Angst und chronischer Stress stehen häufig miteinander in Verbindung.

Wenn der Körper über längere Zeit unter hoher Anspannung steht, kann die innere Alarmbereitschaft zunehmen. Erholung wird schwieriger, kleine Belastungen können sich plötzlich überwältigend anfühlen und körperliche Empfindungen werden möglicherweise schneller als Gefahr interpretiert.

Ein dauerhaft aktiviertes Stresssystem kann sich beispielsweise zeigen durch:

• innere Unruhe• Konzentrations­probleme• erhöhtes Kontrollbedürfnis
• Schlafstörungen• Erschöpfung• Grübeln
• Reizbarkeit• Muskelanspannung• Gefühl von Überforderung

Deshalb kann bei der Behandlung von Ängsten auch die Wahrnehmung und Regulation des Körpers eine wichtige Rolle spielen.

Ängste aus Sicht der Schematherapie

Die Schematherapie geht davon aus, dass sich im Laufe unseres Lebens tief verankerte Muster entwickeln können. Diese sogenannten Schemata beeinflussen, wie wir uns selbst, andere Menschen und die Welt erleben.

Solche Muster entstehen häufig aus wiederkehrenden Erfahrungen, insbesondere in frühen Beziehungen.

Ein Mensch, der beispielsweise früh gelernt hat:

„Ich bin nicht wichtig.“

kann später besonders empfindlich auf Zurückweisung reagieren.

Wer gelernt hat:

„Ich darf keine Fehler machen.“

kann große Angst vor Versagen entwickeln.

Und wer erlebt hat:

„Ich kann mich nur auf mich selbst verlassen.“

kann Schwierigkeiten damit haben, Hilfe anzunehmen oder anderen zu vertrauen.

Solche inneren Muster laufen häufig automatisch ab.

In der Schematherapie können wir gemeinsam untersuchen:

  • Welche inneren Überzeugungen werden durch die Angst aktiviert?
  • Welche alten Erfahrungen könnten damit verbunden sein?
  • Welche Bedürfnisse wurden früher möglicherweise nicht ausreichend erfüllt?
  • Welche inneren Stimmen oder „Anteile“ übernehmen in Angstsituationen die Führung?
  • Welche neuen, hilfreichen Erfahrungen sind heute möglich?

Ein Ziel kann sein, eine stabilere, freundlichere und sicherere innere Haltung zu entwickeln.

Ängste aus Sicht der Traumatherapie

Nicht jede Angst hat mit einem Trauma zu tun.

Wenn Ängste jedoch mit überwältigenden oder traumatischen Erfahrungen verbunden sind, kann ein traumatherapeutischer Ansatz hilfreich sein.

Nach belastenden Erfahrungen kann das Nervensystem weiterhin auf Gefahr eingestellt bleiben, obwohl die ursprüngliche Situation längst vorbei ist.

Manche Menschen erleben dann beispielsweise:

  • starke Schreckhaftigkeit
  • Übererregung
  • Schlafprobleme
  • wiederkehrende Erinnerungen
  • Vermeidung bestimmter Situationen
  • ein Gefühl von innerer Unsicherheit
  • emotionale Überflutung
  • Dissoziation oder „Abschalten“
  • Schwierigkeiten, sich sicher und entspannt zu fühlen

In einer Traumatherapie steht zunächst häufig Stabilisierung und Sicherheit im Mittelpunkt.

Es geht nicht darum, möglichst schnell traumatische Inhalte aufzudecken oder erneut zu durchleben.

Vielmehr kann zunächst gelernt werden:

„Ich bin heute hier. Ich bin erwachsen. Ich kann wahrnehmen, was gerade passiert. Ich kann mich regulieren. Ich habe heute mehr Möglichkeiten als damals.“

Erst wenn ausreichend Stabilität vorhanden ist, kann – abhängig von der individuellen Situation und dem jeweiligen traumatherapeutischen Verfahren – eine gezielte Bearbeitung belastender Erinnerungen sinnvoll sein.

Ängste aus Sicht der Verhaltenstherapie

Die Verhaltenstherapie betrachtet unter anderem die Verbindung zwischen Gedanken, Gefühlen, Körperreaktionen und Verhalten. Ein wichtiger Bestandteil der Behandlung von Angst kann sein, den Angst-Vermeidungs-Kreislauf zu verstehen und schrittweise zu verändern. Dabei kann es beispielsweise darum gehen, angstauslösende Situationen nicht länger automatisch zu vermeiden, sondern neue Erfahrungen zu ermöglichen.

Ein zentraler Gedanke lautet: „Ich muss nicht warten, bis die Angst vollständig verschwunden ist, um mein Leben wieder aufzunehmen.“ In individuell angepassten Schritten können neue Erfahrungen entstehen:

Ich kann Angst empfinden und trotzdem handeln.
Ich kann Unsicherheit aushalten.
Mein Körper kann starke Empfindungen produzieren, ohne dass eine Katastrophe passiert.
Ich muss nicht alles kontrollieren.
Ich kann lernen, meiner eigenen Wahrnehmung wieder mehr zu vertrauen.

Die S3-Leitlinie nennt die kognitive Verhaltenstherapie als einen wichtigen psychotherapeutischen Ansatz bei verschiedenen Angststörungen; insbesondere die Auseinandersetzung mit angstauslösenden Situationen und die Überprüfung übersteigerter Befürchtungen sind zentrale Elemente.

Ängste aus systemischer Perspektive

Die systemische Therapie betrachtet den Menschen nicht isoliert. Wir alle leben in Beziehungen und sozialen Zusammenhängen. Familie, Partnerschaft, Freundschaften, Arbeit und andere Lebensbereiche beeinflussen, wie wir uns fühlen und wie wir mit Belastungen umgehen. Manchmal kann es deshalb hilfreich sein zu fragen:

„Was passiert in meinem Umfeld, wenn ich Angst habe?“ Oder: „Welche Rolle hat meine Angst in meinem Leben und in meinen Beziehungen?“

Vielleicht übernimmt jemand immer besonders viel Verantwortung.
Vielleicht fällt es schwer, Grenzen zu setzen.
Vielleicht besteht die Angst davor, andere zu enttäuschen.
Vielleicht führt Angst dazu, dass Nähe gesucht oder gleichzeitig vermieden wird.
Vielleicht gibt es familiäre Muster, in denen bestimmte Gefühle kaum Platz haben.

Die systemische Perspektive kann helfen, solche Zusammenhänge sichtbar zu machen und neue Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln. Dabei geht es nicht darum, Schuldige zu suchen.

Es geht darum, Zusammenhänge zu verstehen und Veränderung möglich zu machen.

Körpertherapie – wenn Angst im Körper spürbar ist

Angst ist immer auch körperlich.

Der Körper kann schneller reagieren als unser bewusster Verstand.

Vielleicht merken Sie zuerst:

  • einen Druck im Brustkorb
  • einen Kloß im Hals
  • einen angespannten Bauch
  • einen harten Kiefer
  • hochgezogene Schultern
  • flache Atmung
  • Unruhe in Armen und Beinen

Ein ganzheitlicher Therapieansatz kann deshalb auch den Körper mit einbeziehen.

Dabei kann es darum gehen, die eigenen Körpersignale besser wahrzunehmen und zwischen Anspannung, Aktivierung, Entspannung und tatsächlicher Gefahr unterscheiden zu lernen.

Achtsame Körperwahrnehmung, Atemarbeit, Ressourcenarbeit und geeignete körperorientierte Übungen können dabei unterstützen, wieder einen besseren Zugang zu den eigenen Regulationsmöglichkeiten zu entwickeln.

Der Körper soll dabei nicht „funktionieren müssen“.

Vielmehr geht es darum, ihn wieder als Quelle von Orientierung, Sicherheit und Selbstwahrnehmung kennenzulernen.

Fragen zu Therapien bei Ängsten

Nicht jede Methode passt für jeden Menschen. Deshalb sehe ich die verschiedenen Therapieansätze nicht als voneinander getrennte Schubladen. Je nach Anliegen können unterschiedliche Perspektiven sinnvoll sein:

Verhaltenstherapie
Wenn es beispielsweise darum geht, Ängste, Vermeidung und belastende Gedanken zu verstehen und schrittweise neue Verhaltensweisen zu erproben.

Schematherapie
Wenn sich hinter der Angst tief verankerte Muster, Selbstzweifel oder wiederkehrende Beziehungsthemen zeigen.

Traumatherapie
Wenn Ängste mit traumatischen oder überwältigenden Erfahrungen verbunden sind und zunächst Stabilisierung und Sicherheit im Vordergrund stehen.

Systemische Therapie
Wenn Beziehungen, Familie, Partnerschaft, berufliche Situationen oder wiederkehrende Beziehungsmuster eine wichtige Rolle spielen.

Körperorientierte Therapie
Wenn Angst stark körperlich erlebt wird und es hilfreich sein kann, Körperwahrnehmung und Selbstregulation stärker einzubeziehen.

In meiner Arbeit kann ich diese Perspektiven – soweit fachlich und therapeutisch sinnvoll – miteinander verbinden.

Zu Beginn geht es zunächst darum, Ihre persönliche Situation kennenzulernen.

Wir schauen gemeinsam:

Was macht Ihnen Angst?

Wann tritt die Angst auf?

Was geschieht in Ihrem Körper?

Welche Gedanken tauchen auf?

Was tun Sie, wenn die Angst kommt?

Was vermeiden Sie möglicherweise bereits?

Seit wann besteht die Problematik?

Welche Erfahrungen könnten eine Rolle spielen?

Was hält die Angst heute aufrecht?

Und vor allem:

Was soll sich in Ihrem Leben verändern?

Dabei ist mir wichtig, dass Therapie kein Kampf gegen die Angst wird.

Sie müssen nicht beweisen, dass Sie „stark genug“ sind.

Veränderung darf Schritt für Schritt geschehen.

Eine Therapie kann beispielsweise folgende Schritte umfassen:

  1. Verstehen

Sie lernen, Ihre Angst besser einzuordnen und die Zusammenhänge zwischen Gedanken, Körper, Gefühlen und Verhalten zu erkennen.

  1. Stabilisieren

Wir entwickeln Möglichkeiten, mit Anspannung, Stress und intensiven Gefühlen besser umzugehen.

  1. Muster erkennen

Wir schauen auf wiederkehrende innere Überzeugungen, Beziehungsmuster und bisherige Bewältigungsstrategien.

  1. Neue Erfahrungen ermöglichen

Schritt für Schritt können Sie lernen, anders mit Situationen, Gedanken, Körperempfindungen und Beziehungen umzugehen.

  1. Sicherheit von innen entwickeln

Ziel ist nicht, niemals wieder Angst zu empfinden. Es geht vielmehr darum, der eigenen Fähigkeit zu vertrauen, mit Angst umgehen zu können.

  1. Das Leben wieder erweitern

Mit zunehmender Sicherheit kann wieder mehr Raum für das entstehen, was Ihnen wichtig ist: Beziehungen, Freiheit, Selbstbestimmung, Freude, Nähe, berufliche Entwicklung oder neue Erfahrungen.

Nicht jede Angst braucht eine Therapie.

Unterstützung kann jedoch sinnvoll sein, wenn Angst:

  • Ihren Alltag deutlich einschränkt,
  • Sie immer mehr Situationen vermeiden lässt,
  • Ihre Beziehungen belastet,
  • Ihre berufliche Tätigkeit beeinträchtigt,
  • Ihren Schlaf oder Ihre Erholung stört,
  • häufige Panikattacken verursacht,
  • Sie ständig beschäftigt oder Sorgen Sie kaum noch zur Ruhe kommen,
  • dazu führt, dass Sie Ihr Leben immer stärker nach der Angst ausrichten.

Angststörungen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen und sind grundsätzlich gut psychotherapeutisch behandelbar. Die Bundespsychotherapeutenkammer weist zugleich darauf hin, dass unbehandelte Angstprobleme sich verfestigen und ausweiten können.

Wichtig ist außerdem: Neue oder ungewöhnlich starke körperliche Beschwerden sollten medizinisch abgeklärt werden. Angst kann deutliche körperliche Symptome verursachen, aber körperliche Erkrankungen können ebenfalls mit ähnlichen Beschwerden einhergehen.

Sie müssen Ihre Angst nicht alleine verstehen

Vielleicht haben Sie schon lange versucht, Ihre Angst zu kontrollieren.

Vielleicht wissen Sie sogar genau, dass Ihre Angst „eigentlich unbegründet“ ist – und können sie trotzdem nicht einfach abstellen.

Das ist kein persönliches Versagen.

Angst entsteht auf mehreren Ebenen: im Körper, in Gedanken, in Gefühlen, in Beziehungen und in unseren bisherigen Erfahrungen.

Deshalb kann es hilfreich sein, auch auf mehreren Ebenen anzusetzen.

Gemeinsam können wir herausfinden, was hinter Ihrer Angst steckt, was sie heute aufrechterhält und welche Schritte Ihnen helfen können, wieder mehr Vertrauen in sich selbst und das eigene Leben zu entwickeln.

Von der Angst zurück ins Leben

Das Ziel einer Therapie ist nicht unbedingt ein Leben ohne Angst. Denn Angst gehört zum Menschsein. Es geht vielmehr darum, dass Angst wieder den Platz einnimmt, den sie haben darf:

als Signal – nicht als Steuerung.Und Sie dürfen lernen:
Sie dürfen wieder Entscheidungen treffen, obwohl Unsicherheit da ist.
Sie dürfen Fehler machen.
Sie dürfen Nähe zulassen.
Sie dürfen Ihren Körper spüren.
Sie dürfen Dinge ausprobieren.
„Ich kann Angst haben und trotzdem sicher sein.“
„Ich kann Unsicherheit aushalten.“
„Ich muss nicht alles kontrollieren.“
„Ich kann meinem eigenen Leben wieder mehr vertrauen.“

Wenn Sie sich in diesen Beschreibungen wiedererkennen, kann ein erstes persönliches Gespräch ein guter Anfang sein.

Gerne schauen wir gemeinsam, was Sie gerade brauchen und welcher therapeutische Weg für Sie passend sein könnte. Praxis für ganzheitliche Psychotherapie, Körpertherapie und Stressbewältigung Ängste verstehen. Sicherheit entwickeln. Handlungsspielraum zurückgewinnen.

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